Dezember 2014 | Jahresabschluss-Sitzung der Außenstelle Villach

Ins "Hirterstüberl" nach St. Veit/Glan hatte Außenstellenvorsitzender Herbert Ruehs die Zweigvereinsobmänner der Bundesländer Steiermark und Kärnten eingeladen. Seitens der Verbandszentrale waren Verbandspräsident Stefan Maschl, Verbandsgeschäftsführerin Brigitte Kail und Kassier-Stellvertreter Walter Panny aus Wien angereist. In den Berichten wurde die Wichtigkeit der exakten Feststellung der von der ÖBB-Landwirtschaft verwalteten Grundstücksflächen hervorgestrichen. Dies vor allem deshalb, weil es immer wieder zu Differenzen in den Verzeichnissen der ÖBB-Landwirtschaft und der ÖBB-Infrastruktur AG in deren "GIS-Verzeichnis" komme. Es gelte daher zu überprüfen, ob alle mit einer sogenannten "ID-Nummer" belegten Flächen tatsächlich von der BBL genützt werden bzw. auch, ob alle genützten Flächen tatsächlich auch in diesem Verzeichnis vorhanden sind. Die Vertreter des Verbandes forderten die Zweigvereinsobmänner nachdrücklichst auf, dafür zu sorgen, dass klare Aufzeichnungen der Flächenüberlassungen vorhanden sind. Es sei daher auch unbedingt notwendig, dass für jeden Flächennutzer bzw. für jedes Zweigvereinsmitglied die aktuelle Drucksorte DrS 17a samit Prekariumsvertrag aufliegen müsse. Sollte dies noch nicht der Fall sein, müsse dies raschestmöglich nachgeholt werden. Verbandskassier-Stellvertreter Walter Panny, der in umfangreicher Arbeit gemeinsam mit den ÖBB diese Verzeichnisse aktuell verfügbar gemacht hat, sagte gegebenenfalls die weitergehende Unterstützung des Verbandes bei Unklarheiten zu und es wurde ihm der Dank für seine langwierige Arbeit zur Erarbeitung der Datenbank-Unterlagen ausgesprochen.

Verbandsgeschäftsführerin Brigitte Kail erläuterte ausführlich die rechtliche Differenzierung zwischen Prekarium und Unterpachtverhältnis nach dem KlGG und forderte nachdrücklich auf, die den Außenstellen zur Verfügung gestellten "ID-Verzeichnisse" mit der Darstellung der BBL-Flächen auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen und auf den aktuellen Stand zu bringen.

In der Diskussion wurde auch am Beispiel des aufgelösten Zweigvereins Graz-Puntigam das Problem diskutiert, dass die Bereitschaft, als Funktionärin oder als Funktionär in einem Zweigverein tätig zu sein, leider immer mehr abnehme und dadurch eine vereinsstrukturierte Flächenverwaltung verschiedentlich nicht mehr möglich sei. Dies könne möglicherweise auch einen Widerruf der Flächenüberlassung herbeiführen und zu einer Rückstellung an die ÖBB führen. Hier müsse ehestens ein Umdenken auch unter den Mitgliedern der Zweigvereine Platz greifen, denn das System der Sozialleistung "ÖBB-Landwirtschaft" beruhe ganz maßgeblich auf dem Grundsatz der Selbstverwaltung, stellte Verbandspräsident Maschl fest.

Nach einem längeren, lebhaften Meinungsaustausch über Möglichkeiten der rechtlichen Absicherung der Kleingartenanlagen - weg von der bloßen Überlassung in Form einer Bittleihe und hin zu einem gesicherten Pachtverhältnis mit entsprechender Flächenwidmung - wurde die Jahresabschluss-Sitzung mit einer Wortmeldung von Horst Spitzer über aktuelle Probleme der Mitgliederverwaltung und -abrechnung geschlossen.

Mit einem vorweihnachtlichen Beisammensein klang die informative Jahres-Abschluss-Sitzung der Außenstelle Villach nach einigen Stunden stimmungsvoll aus.

 

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