25.07.2022 |
Der Holunder verlangt nicht nach viel, und wächst so gut wie überall: An Bächen und Waldrändern, in Weingärten oder Hauswänden. Zwar benötigt der Holunderstrauch recht viel Platz (er wächst schnell und wird einige Meter hoch), er stört sich aber auch an radikalen Rückschnitten nicht. Da der Holunder auch nicht für Schädlinge anfällig ist, muss man sich kaum um ihn kümmern – und wird trotzdem auf vielseitige Weise belohnt.
Wenn er in Blüte steht, sieht der Holunder aus, wie ein großer Blumenstrauß. Zwischen Mai und Juli ist er über und über von elfenbeinfarbenen Blüten bedeckt, die ihre ganze Umgebung in süßen Holunderblüten-Duft hüllen. Zusammen bilden die winzigen Blüten keine Schirmchen – und verwandeln sich im Laufe des Sommers in kleine, schwarze Holunderbeeren.
Zahlreiche Insekten und andere Tiere lieben Holundersträucher. Bienen finden hier Nektar, Vögel Nahrung und Nistplätze. Es gibt ein paar Schmetterlingsarten, deren Raupen zur Entwicklung die Blätter eines Holunderstrauchs benötigen; und so wuselt, summt und brummt es von kleinem Leben.
Außerdem ist Holunder ein Pioniergehölz: Er wächst auch als Erster dort, wo die Bedingungen nicht unbedingt optimal ist. So hilft er zum Beispiel bei Aufforstungs-Projekten und steht überall dort bereit, wo eine Hecke benötigt wird.
Blüten, Beeren und sogar Blätter: Fast alles am Holunder kann verarbeitet werden. Die Blüten werden gebacken oder getrocknet, oder zu Sirup, Gelee oder einem abschwellenden Fußbad verarbeitet; die Beeren schmecken als Holunderkoch, als Marmelade oder Saft; und aus den Blättern (Achtung: Roh sind sie giftig!) kann Tee oder Pflanzenjauche zur Schädlingsbekämpfung hergestellt werden.