27.03.2023 |
Die ersten Sonnenstrahlen locken nicht nur Keime und Knospen hervor, sondern auch uns Kleingärtner:innen wieder nach draußen. Ab Ende März heißt es: Rein in die Gartenhandschuhe, ran ans Werkzeug und ab in den Garten, damit bald wieder alles grünt, blüht und gedeiht. Mit diesen Tipps für den Saisonstart können Sie Ihren Garten nach dem Winterschlaf Schritt für Schritt wiederbeleben.
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Gut Ding beginnt mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Starten Sie daher mit einem Gartenrundgang in die Saison. Sehen sie sich genau an, welche Pflanzen den Herbst und Winter überstanden haben – denn nicht alles, was vertrocknet und kümmerlich aussieht, ist leblos. Die Zweige von Rose, Lavendel und Co sind biegsam und geben unter Druck nach? Sie entdecken neue Knospen und Triebspitzen, die aus der Basis oder dem Stängel wachsen? Dann ist die Pflanze höchstwahrscheinlich am Leben. Entfernen Sie alle abgestorbenen Triebe, graben sie tote Pflanzen aus, und beseitigen Sie – um später Zeit zu sparen – auch gleich das Unkraut mitsamt Wurzeln. Vielleicht entdecken Sie bei Ihrem Rundgang auch hochgefrorene Pflanzen. Das sind all jene, die mitsamt Wurzelballen im Erdreich nach oben gewandert sind. Diese können Sie nun andrücken und gießen.
Für viele Pflanzen ist das Frühjahr der optimale Zeitpunkt für einen großzügigeren Schnitt – etwa für zahlreiche Rosenarten, die fast bis zum Boden gestutzt werden können, um im Sommer besonders schön zu blühen. Auch bei mehrjährigen Kräutern (Rosmarin, Thymian oder Lavendel) ist es nun an der Zeit, die Gartenschere anzulegen und sie um etwa ein Drittel zu kürzen. Indem Sie sehr groß gewachsenen Stauden ebenso einen umfassenden Schnitt verpassen, verschaffen Sie Ihren Gartenpflanzen mehr Licht und Platz – und werden danach mit gutem Wachstum und großer Blütenpracht belohnt.
Nun wird die Gartenschere gegen Schaufel und Harke getauscht: Es ist an der Zeit, die Beete und Böden für die kommende Saison vorzubereiten. Schließlich sollen sich die neuen Pflanzen hier von Beginn an wohlfühlen. Graben Sie Ihre Beete um und lockern Sie den Boden dabei richtig gut auf. So verbessern sie seine Durchlässigkeit und sorgen für eine gute Durchlüftung. Entfernen Sie Steine, Unkraut und andere Verunreinigungen gründlich aus der Erde, um Platz für Neues zu schaffen und der Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen entgegenzuwirken. Arbeiten Sie dann Komposterde in den Boden ein. Als natürlicher Dünger erhöht sie den Nährstoffgehalt im Boden und sorgt für gutes Pflanzenwachstum.
Jetzt ist alles bereit, um mit der Aussaat zu beginnen. Je nach Witterung können viele robuste Pflanzen bei milden Temperaturen schon recht früh im Freiland gesät werden. Dazu gehören Ringel- und Kornblumen, Schleierkraut oder frosttolerante Gemüsesorten wie Radieschen, Spinat oder Blattsalat. Bei sehr kalter Witterung schadet es jedoch nicht, die Pflanzen mit Vlies zu schützen. Andere Blumen und Gemüsesorten bevorzugen es, im März noch eine Zeitlang auf der Fensterbank zu keimen und erst später ins Freiland zu wandern: Etwa Kapuzinerkresse, Tomaten, Kohlrabi oder Paprika.
Welche Maßnahmen Sie schon zu Saisonbeginn ergreifen können, um die Artenvielfalt in Ihrem Garten zu fördern und wie Sie Ihren Garten möglichst strukturiert und effektiv bepflanzen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Zeit im Garten" (März 2023)! Diese können Sie in unserem Downloadbereich kostenlos herunterladen.